Urfinne Halla-aho kann sein Mundwerk nicht halten

Ein Gastartikel von Aino Siebert

Helsinki/BR. „Urfinne“, Jussi Halla-aho kann es einfach nicht lassen. Der wegen seiner wiederholten ausländerfeindlichen Ansichten bekannte Rechtspopulist hält auch nach seiner Wahl in das finnische Parlament an seinen Thesen fest.

In einem von der finnischen Tageszeitung „Helsingin Sanomat“ publizierten Interview drohte der promovierter Philologe das Gespräch zu beenden und weigerte sich, von seinen früheren menschenfeindlichen Aussagen abzugehen.

Der lärmender Politiker bezeichnete die Frage der Reporterin, ob er denn als künftiger Parlamentsabgeordneter an der Behauptung festhalte, dass das Menschenrecht nicht für alle gleichermaßen gelte, als “lächerlich”.

Der Populist hofft, dass die künftige Regierung auf den “Dänischen Weg” wechselt. Dort dominiert seit über zehn Jahren die ausländerfeindliche Dänische Volkspartei mit einer im Europavergleich extrem restriktiven Migrationspolitik. Sollte es in Finnland ähnlich wie in anderen europäischen Staaten künftig zu Exzessen kommen, seien daran die Grünen und deren “hysterische” und die “politische Atmosphäre in Finnland vergiftenden” Politik schuld, keinesfalls die eigene Partei, die Urfinnen (Wahre Finnen).

Jussi Halla-aho wurde wegen “Störung der religiöser Andacht” im Jahr 2009 von einem Gericht in Helsinki zu einer geringfügigen Geldstrafe verurteilt worden. Das damals gleichzeitig angestrengte Verfahren auf Grund des gravierenderen Paragrafen über “Störung des Religionsfriedens” liegt auf Betreiben der Staatsanwaltschaft noch beim Landesgerichtshof zur Verhandlung.

Anlass für die Anklage war sein Kommentar im Internet, in dem er den Propheten Mohammed in direkten Zusammenhang mit Pädophilie brachte sowie somalischen Einwanderern pauschal eine “kulturelle und möglicherweise genetische Neigung” zu Taschendiebstahl und Steuerschmarotzertum unterstellte.

Der rechtsradikale Finne sicherte sich bei den Wahlen in seinem Wahlkreis Helsinki mit 15.000 Vorzugsstimmen einen der künftig 39 Sitze der „Urfinnen“ im Parlament. Damit war Jussi Halla-aho bei den Vorzugsstimmen in Helsinki hinter dem Linkskandidaten Paavo Arhinmäki (17.000 Stimmen) Nummer zwei und landesweit unter den “Top-Ten”. Stimmenkönig von Gesamt-Finnland wurde Halla-ahos Parteichef Timo Soini mit über 43.000 Stimmen.

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Bitte in der Quelle weiter lesen. Dort sind auch interessante und aufschlussreiche Bilder von Jussi Halla-aho.

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