Norwegen und sein Nationalfeiertag

In Bergen begeht man den norwegischen Nationalfeiertag mit Exerzieren und Marschieren. Doch der militärische Anstrich der „Buekorps“ täuscht. Der Nationalstolz gibt sich in Norwegen lieber als Kostümfest aus.

Von Sebastian Balzter, Bergen

17. Mai 2011 An diesem Dienstag wird Siren ihren Mann stehen. Sie wird sich frühmorgens das Barett aufsetzen, die dunkelblaue Uniformjacke und die Hose mit den roten Streifen anziehen, die hölzerne Armbrust über die Schulter legen und antreten zum Appell. Sieben Jahre alt ist sie, nach dem Maßstab ihrer Heimatstadt Bergen an Norwegens Westküste gerade richtig für das Debüt im Buekorps. Die 14 Vereine gehören zu der alten Hansestadt wie die Holzhäuser, die gepflasterten Gassen und der viele Regen.

Nur am 17. Mai hat die Sonne zu scheinen, denn dann feiern die Norweger ihren Nationalfeiertag und die Buekorps den Höhepunkt ihrer Saison. Seit dem Winter haben sie dafür in Wind und Wetter geübt. Nun sind ihnen beim großen Umzug durch die Stadt die besten Plätze sicher, und wenn es Siren Bjorøy und ihre Freundinnen nicht gäbe, wären sie ein noch kurioser anmutendes Zeugnis militärischer Tradition im Land von Friedensnobelpreis und Gleichberechtigung.

Aber bitte keine Mädchen

Jetzt wird’s spannend und deshalb sofort weiter lesen beim FAZ-Artikel „Holzgewehr und heiße Waffeln„.

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