Gebühren für Islands Natur?

Etwas zum Überdenken …

Wer Informationen über Island sucht, ist beim Island-Blog von Christian mehr als nur bestens bedient. Sein neuster Artikel untersucht, warum es dafür, die Natur zu bestaunen, Gebühren wie in einem Tierpark geben soll. Hier ein Ausschnitt des Artikels:

http://blog.snaefell.de/2013/04/16/gebuhren-fur-islands-natur/

Die steigenden Touristenzahlen in Island (die Prognose für dieses Jahr liegt bei etwa 788.000 Touristen, davon alleine etwa 100.000 über Kreuzfahrtschiffe, 2012 waren etwa ungefähr 600.000) und die damit verbundenen Auswirkungen auf Infrastruktur und Natur haben in Island zu einer Debatte über Gebühren für die Sehenswürdigkeiten des Landes geführt. So sind die Landbesitzer rund um Geysir (das Geothermalgebiet selber gehört dem Staat) sicher, das entsprechende Abgaben kommen werden und fordern deren Einrichtung um die Natur besser schützen zu können.

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Island hofft auf Überwindung der Krise

Ein Artikel von Albrecht Breitschuh, ARD-Hörfunkstudio Stockholm

Es galt als wirtschaftliches Wunderland. Umso härter traf 2008 die Finanzkrise Island und riss den kleinen skandinavischen Staat fast in den Abgrund. Heute ist Island aus dem Gröbsten heraus. Doch die „Kreppa“, die Krise, ist noch immer nicht ganz ausgestanden.

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Zigaretten aus der Apotheke

Witzig, aber wahr und mit Sicherheit konstruktiv und nachhaltig, wie alles aus dem Norden: Isländische Politiker wollen den Zugang zu Tabak einschränken. Zigaretten soll es in Zukunft nur noch auf Rezept geben.

Diese Meldung erschien schon am 29. Juni 2011, ging aber in all den vielen Tagesmeldungen total unter. Vielleicht auch, weil der deutsche Fiskus am Tabakraucher jährlich Millionen verdient und so eine Meldung deshalb Gift fürs lukrative Geschäft wäre.

Tatsache ist, dass die Politiker aus Island im Kampf gegen das Rauchen jetzt einen radikalen Weg einschlagen. In einem Gesetzentwurf fordern Abgeordnete des isländischen Parlaments Althing, Tabak künftig nur noch in speziell lizensierten Apotheken zu verkaufen. Aus Kiosken, Supermärkten und Duty-Free-Shops würden Zigaretten vollständig verschwinden. Zehn Jahre nach Einführung des Gesetzes soll Tabak nur noch mit ärztlichem Rezept erhältlich sein.

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Den vollständigen Artikel bitte bei – FOCUS-Online lesen.

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Dazu eine weitere Meldung aus Deutschland: »Die Deutschen rauchen immer weniger Zigaretten. Der tägliche Konsum fertiger Zigaretten sank von 391 Millionen Stück im Jahr 2001 auf nur noch 229 Millionen Stück im Jahr 2010, wie das Statistische Bundesamt zum Weltnichtrauchertag (Dienstag, 31.5.) berichtete.« – Das ist natürlich positiv für die Gesundheits-Entwicklung, aber der Hammer kommt noch: »Allerdings habe der tägliche Verbrauch von Feinschnitt für selbst gedrehte Zigaretten von 50 Millionen auf 93 Millionen Stück zugenommen, teilte das Amt am Montag weiter mit. Auch bei Zigarren und Zigarillos sei im selben Zeitraum ein Anstieg zu verzeichnen – von 7 auf 11 Millionen Stück.« – Da lacht der Ackermann sich wieder ins Fäustchen und sein Herz macht einen freudigen Sprung. Denn da sind sie wieder, seine Millionen vom Steuerzahler für seine Rettung …

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Nach der Pleite: Island will kein Vorbild sein

Island hat sich überraschend schnell von seiner Staatspleite erholt. Nach einigen Jahren der Abstinenz kehrte der Inselstaat vergangene Woche wieder auf die Anleihemärkte zurück, der Finanzmarkt fasst neues Vertrauen. Offenbar hat das Prinzip „bankrupting yourself to recovery“ das Land wieder auf eine solide Basis gestellt.

Der isländische Finanzminister Steingrimur Sigfusson warnte aber die Krisenstaaten Griechenland, Portugal und Irland davor, sich ein Beispiel an seinem Land zu nehmen. „Zu versuchen, unserer Geschichte zu kopieren, ist unverantwortlich“, sagte er in einem Interview. Das Land könne sich auch nicht anmaßen, anderen Ländern Tipps zur Krisenbewältigung zu geben. Man habe in einer Notfallsituation gehandelt und keine andere Wahl gehabt.

Trotzdem ist das Handeln beispielhaft, wie es nur nordische Länder können. Denn in der Krise übernahm Reykjavík das Inlandsgeschäft von insolventen Banken, Gläubiger aus dem Ausland und ließ es zunächst auf Forderungen von rund 85 Milliarden Dollar sitzen. Dies führte zwar zeitweise zu Verärgerung und Auseinandersetzungen vor ausländischen Gerichten, doch dank der Abwertung der Krone sind isländische Produkte heute wieder gefragt.

Im Gegensatz zu Euro-Sorgenkindern wirtschaftete Island im Krisenjahr 2009 diszipliniert und verzichtete auf eine Lockerung seiner Ausgabenpolitik. Die Rosskur lohnte sich offenbar: In diesem Jahr wächst Islands Wirtschaft um 2, 2 Prozent, im kommenden Jahr voraussichtlich um 2,9 Prozent. Mittlerweile kauft das Land wieder Euro-Anleihen zurück.

Das größere Problem sind aber, wie überall auf der Welt, die Rating-Agenturen, wie in der Quelle nachzulesen ist.

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